Brückenköpfe auf der grünen Wiese kann jeder.
Erstellt von Sawatzky am Mittwoch 19. Januar 2011
Um touristisch attraktiver zu werden, braucht Wedel sogenannte Alleinstellungsmerkmale, also etwas, dass es nur bei uns gibt.
Wie z.B. die Schiffsbegrüßungsanlage am Schulauer Fährhaus. Da uns das aber nicht reicht, rüstet Wedel, frei nach Halstenbeker Vorbild nach. (Knickei Sie erinnern sich?)
Es wird ein Stück Radweg gebaut, das von beiden Seiten nicht erreichbar ist.
Im Zuge des Umbau des Elbhöhenwanderwegs sollte dort auch ein Radweg gebaut werden. Oben auf dem Hang. Irgendwann fiel dann jemandem auf, dass der vorhandene Platz nicht ausreicht, um den Radweg so zu bauen, dass sich Spaziergänger und Radwanderer nicht ins Gehege kommen. Also wurde beschlossen, den Radweg unten am Hang anzulegen.
Elbaufwärts kommend, hinter dem Fährhaus an der großen Treppe beginnen, am Hang angeschmiegt verlaufend. Dann soll er vor der Aussichtsplattform am Graf-Luckner (alter Zuckerspeicher) entlanggeführt werden. Hoch genug, um auch bei Hochwasser keine nassen Räder zu bekommen, und niedrig genug, um nicht auf die Plattform gucken zu können. Dann wieder an den Hang schmiegen bis zu der Treppe, die quasi den Hellgrund verlängert.

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Dieser Radweg soll dann Bestandteil der schon durch das Stadtgebiet führende Europaradroute sein.
Einheimische werden es wissen: Die Kurve am Schulauer Fährhaus steht bei jedem Hochwasser unter Wasser. Außerdem möchte in der Kurve niemand einem gepacktem Fahrrad begegnen. Wie der Weg von dort weitergeführt werden soll? Keine Vorschläge zu erwarten. Vielleicht wird das im Zuge der Verhübschung mit der sogenannten “maritimen Meile” mitgeplant ? Weit gefehlt. In derPlanung der Maritimen Meile taucht der Radweg gar nicht auf!
Dass da keiner durchkommen wird, wird aber auch deshalb nicht so schlimm, weil der Radweg am anderen Ende auch nicht angeschlossen ist. Da endet er nämlich vor der Treppe unterm Hellgrund. Man könnte ihn von da aus weiter unten an der Elbe lang führen, sobald Vattenfall das Kraftwerksgelände geräumt hat. Vattenfall hat nach eigenen Angaben gar nicht die Absicht das Gelände zu verlassen, selbst wenn das Kraftwerk nicht mehr betrieben werden würde.
Der nächste Vorschlag war dann durch das Wäldchen Richtung Pulverstraße zu fahren. Wie man von unten nach oben kommt, ungeklärt. Wieviel von dem Wäldchen stehen bleibt? Vermutlich nicht viel. Die Breite muss ausreichen, um begegnenden Radverkehr und Fußgänger aufzunehmen. Oh, und haben wir bereits erwähnt, dass das Gelände an der Pulverstraße so schmal ist, dass der vorhandene Fußweg fast die ganze Breite einnimmt, und dass das Gelände links und rechts davon Privatbesitz ist ?
Unser Antrag die Planung des Radweges zu verschieben, bis man sich im Klaren ist, wie dieser an irgendetwas angeschlossen werden kann, wurde abgelehnt.
Bisher sind für diesen Weg 1,6 Millionen Euro eingeplant, und zwar ohne Anschlüsse. Das es dabei nicht bleiben wird ist wohl eindeutig.
Wenn dieses Geld für die Beschilderung der vorhandenen Strecke und zum Erhalt und Ausbau der Radwege eingesetzt würde, wäre Wedel sicherlich mehr geholfen. Als mit einem Weg ohne Anschlüsse, die letzten Reste vorhandenen Strandes vollzubauen.
Wir können nur jedem Wedeler beim nächsten Spaziergang über den ‘Panoramaweg’ (Elbhöhenwanderweg / Umbau für 1830 € den Meter) raten, sich die Lage mal anzuschauen. Den anderen Entscheidungsträgern im Ausschuss war sie gleichgültig.
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